Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Teilhabe & Partizipation

Mai 1 - Juni 17

Teilhabe & Partizipation | Eine Biennale entsteht | Stadtraum Lindau 

 

Lindau bekommt eine Biennale: Unter dem Titel „In situ Paradise“ organisiert das Lindauer Kulturamt von Mai bis September 2022 ein Festival für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum. Künstlerische Leiterin ist die Kuratorin 

Sophie-Charlotte Bombeck aus München. Für die erste Ausgabe lädt sie mehr als 20 junge, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler nach Lindau ein um sich mit den irdischen Vorstellungen vom „Paradies“ auseinanderzusetzen. 

Das Paradies – ein Ort jenseits der Welt. Oder gibt es womöglich doch eines auf Erden zu finden? In der Gemeinschaft mit anderen, im gesellschaftlichen Miteinander? Ist es gar in uns selbst verborgen? 

Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke im öffentlichen Raum und nutzt den Katalog sowie eine eigens für die Biennale konzipierte App als Ausstellungsraum. Über den Zeitraum der  Biennale können sich die Lindauerinnen und Lindauer sowie Besucherinnen und Besucher aber auch von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit verschiedenen Veranstaltungsformaten von Performances über Lesungen bis hin zu Konzerten überraschen und inspirieren lassen. „Kunst kann die Sinne aktivieren und Denkprozesse in Bewegung setzen“ so die künstlerische Leiterin, „Wir laden die Menschen ein, ihr eigenes Paradies zu suchen und gemeinsam Orte zu entdecken und mitzugestalten.“ Dass die Inselstadt Lindau, die für viele ein kleines Paradies zu sein scheint, die ideale Kulisse hierfür ist, macht die Sache möglicherweise einfacher. Gleichzeitig ist es aber auch das Ziel des Kunstfestivals, Klischees aufzubrechen und die andere Seite der Medaille zu zeigen und beispielsweise zu erkunden, wo das Paradies bedroht ist und wo der Mensch aus dem Garten Eden vertrieben wird. Wichtig ist der Künstlerischen Leiterin dabei, dass das Projekt von und mit den Lindauerinnen und Lindauern gestaltet wird und dass Kunst nicht als Fremdkörper erlebt wird, sondern sich in die Umgebung integriert. Auch darum wurden im Vorfeld bereits Kooperationen und Patenschaften initiiert und die Kunstschaffenden haben die vergangenen Monate genutzt, um mit Lindau vertraut zu werden. 

In Kooperationen mit lokalen Initiativen wie zum Beispiel dem Verein Lindau Move e.V. dem Gastro Bereich ‚Schützinger‘ auf der Hinteren Insel, dem Verein Kunst und Musik ohne Profite e.V., dem Theater Lindau oder der Winzerin Teresa Deufel und Freifunk Bodensee entstehen zahlreiche Kunstaktionen und Happenings in der Stadt. Mit dem Format Biennale präsentiert das Kulturamt der Stadt Lindau eine neue Plattform für junge, zeitgenössische Kunst, die sich mit der Lokalität in Spannung zu außenstehenden Perspektiven auseinandersetzt. Teilhabe und Partizipation sind die Basis der Biennale: Kooperationen mit lokalen Initiativen, Unternehmen, Bürger:innen und Mitarbeiter:innen der Stadt sind dabei elementar. Damit schafft das Kulturamt Lindau erstmals ein Format für zeitgenössische innovative Ansätze und künstlerische Positionen in Lindau und stellt somit die „Biennale“ als langfristige Plattform zur Diskussion. Der thematische Fokus liegt sowohl auf dem Natur- bzw. Stadtraum, als auch auf dem sozialen und gesellschaftlichen Raum.

Mit der Biennale, die per Definitionen alle zwei Jahre wiederkehrt, soll zeitgenössische Kunst am Bodensee noch stärker etabliert werden. Ob die Bodenseeinsel bereit ist für derart moderne Impulse? „Dass Lindau für zeitgenössische Kunst offen ist, haben wir bereits im Jahr 2010 erlebt, als wir mit der Ausstellung „Provinz“ tolle Erfahrungen gemacht haben“, erinnert Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn. Sein Wunsch: „Wir hoffen, dass sich dieses Ausstellungsformat, zeitgenössische, junge Kunst in einem internationalen Kontext präsentieren zu können, in Lindau etabliert und wir so eine Lindauer Biennale aus der Taufe heben können, die den Kunststandort Lindau weiter stärkt und viele Impulse in die Stadt für die Bürgerinnen und Bürger gibt.“ Auch die Lindauer Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons freut sich auf die erste Biennale: „Ich wünsche mir sehr, dass sich viele Menschen in Lindau an dieser Aktion des Kulturamtes beteiligen, damit wir gemeinsam ein Zeichen des Wir-Gefühls setzen.“ 

Wichtiges in Kürze:

Zur Person:

Sophie-Charlotte Bombeck M.A. (*1991) lebt und arbeitet als Kunsthistorikerin und Kuratorin in Lindau und München. Sie forscht und publiziert zu theoretischen Fragestellungen zeitgenössischer Kunst, insbesondere zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft, Ästhetik und Gesellschaft. Sie arbeitet mit zahlreichen Kunstinstitutionen zusammen, ist Direktorin des Kunstraum ‚super+Centercourt’ und Mitglied des internationalen Kollektivs ‚Rhythmen Section‘. Bombeck hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland kuratiert, darunter in Wuhan (China), Istanbul (Türkei) und Athen (Griechenland). Seit Dezember 2020 ist sie Künstlerische Leiterin der ersten Biennale Lindau.

Die teilnehmenden Künstlerinnnen und Künstler:

Anselma Murswiek, Association for the Palliative Turn, Bernd Josef Bartolome, Camill von Egloffstein, Dana Greiner, Esther Zahel, Felix Rodewaldt & Thilan Stiller, Jaemin Lee, Julia Klemm, Karolin Schwab, Lea Grebe, Magdalena Waller, Manuel Strauß, Maria Anwander, Martin Pfeifle, Olav Westphalen, Olga Golos, Patrick Ostrowsky, Peter Zahel, Pfeifer & Kreutzer, Schirin Kretschmann, Tim Deussen, Toshihiko Mitsuya

Details

Beginn:
Mai 1
Ende:
Juni 17
Kategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Stadtraum Lindau
Germany
Seitenleiste
Gib etwas ein um Vorschläge zu erhalten.